Skepsis bei Digitalem

In der Diskussion um digitale Medien in der frühen Bildung ist eine differenzierte Betrachtung notwendig. Z.B. haben Tablet-Puzzles einen offensichtlichen Nachteil in der frühen Bildung, nämlich den Verlust der haptischen Erfahrung. Physische Puzzles bieten einen sensorischen Aspekt, den digitale Varianten nicht nachbilden können. Die praktische Erfahrung des Sortierens, Umdrehens und Zusammensetzens von Teilen ist unersetzlich. 

Es gibt jedoch Bereiche, in denen die digitale Umsetzung große Vorteile bringt. Ein anschauliches Beispiel ist das Erlernen von Vogelstimmen. Ob man Vogelbilder auf gedruckten Karten anschaut und die Stimmen von einer CD hört, oder ob dies digital mit einer App geschieht, macht keinen wesentlichen Unterschied. Der Lerneffekt bleibt derselbe: Unser Gehirn verknüpft das visuelle Bild mit der Klangerinnerung.

Töne und Melodien sind nicht-materielle Konzepte, die man nicht anfassen kann. 

Dieser Unterschied ist entscheidend: Während bei einem Puzzle die physische Erfahrung einen pädagogischen Mehrwert bietet, der digital nicht vollständig reproduziert werden kann, sind Töne von Natur aus akustische Phänomene, die über digitale Medien originalgetreu wiedergegeben werden können. 

Die Frage sollte nicht lauten, ob Tablets eingesetzt werden sollten, sondern wann, wie und in welchem Umfang sie die traditionellen Lernmethoden sinnvoll ergänzen können.

Natürlich sollen die Kinder singen, tanzen, auf Orffinstrumenten musizieren etc. 

Die Kombination aus praktischem Musizieren, theoretischem Verständnis und digitaler Unterstützung verspricht die besten Resultate. So in ein breites musikalisches Bildungskonzept eingebettet erzeugt erzeugt für die Entwicklung der Tonvorstellung einen genuinen Mehrwert. 

Zu wenig Feedback – das große Problem

Verweis auf: Bedarf es überhaupt einer besonderen Pädagogik? Zum Kinderlieder-lernen nicht. Aber dann………….Apps können es lösen

App-Trilogie

guiDo!, tabDo! und rapDo! sind drei selbstständige Apps, die aber thematisch zusammengehören und eine innere Einheit bilden.

  • Mit gudiDo! erleben die Kinder, man Text und Melodie trennen kann und führt elementar in die „Welt der Töne“ ein. 
  • tabDo!  setzt diesen Weg fort und führt vom Singen weiter zu instrumental erzeugten Tönen, denen man bestimmte Orte am Xylofon, am Klavier etc. zuweist und die deshalb spezielle Namen brauchen. tabDo! führt vom transpostionsunabhängigen Do Re Mi über Instrumente zur Darstellung der Tonhöhen im fünflinigen Notensystem.  
  • rapDo! beschäftigt sich nur mit Rhythmen. Und unmittelbar damit verbunden ist ein leicht zugänglicher Zugang in die Notenschrift.
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